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Interview: Die Geschichte von MarkeB.


 

Gudrun Gut ist Chefin der Monika Records und Mitbegründern des Labels Oceanclub. Seit zwanzig Jahren arbeitet sie als Musikerin, DJ und Produzentin in der Indie Welt Deutschlands. Vor drei Jahren hat Gudrun Gut zusammen mit DJ Thomas Fehlmann und Daniel Meteo (Meteosound) MarkeB ins Leben gerufen.

 

Woher kommt die Idee, die Indie Labels der Stadt Berlin zu feiern?

 „Im Jahr 2000 wurden wir von der Volksbühne als Oceanclub eingeladen, um eine neue Veranstaltungsreihe zu machen. Unsere Aufgabe war es zu zeigen, welche Rolle heutzutage das Label in der Auswahl von Musik und als Filterfunktion spielt. In der Volksbühne hatten wir zuerst Kölnkompakt organisiert und als zweiten Versuch Stummute, wo viele Popstars und Line Up Bands gespielt haben (u.a Barry Adamson, Goldfrapp und Nick Cave, Anm. d. Red.).

Dann haben wir überlegt, dass wir in unserer eigenen Stadt gucken sollten. Durch Oceanclubradio (Radiosendung auf Radio Eins, Anm. d. Red.) merken wir, wie weit  sich das Musikfeedback in Berlin entwickelt hat. Wir haben versucht einen Berlin Label Abend zu machen. Der Wirtschaftsenat hat uns unterstützt und wir haben es einmal unter den Namen Bärenmarke in der Volksbühne ausprobiert.

Die Party wurde erfolgreich angenommen, weil eine geballte Veranstaltung, die den Status Quo der Szene in der Stadt vorstellt, so besonders ist. Deshalb haben wir es auch das folgende Jahr unter dem Namen MarkeB gemacht. Marke wie Label, B wie Berlin: MarkeB, das Aushängeschild der Berliner Elektroszene.“

Das war letztes Jahr. MarkeB 03 ist hierher gezogen, von der Volksbühne, dem historischen Theater in Ost-Berlin, in das WMF- Cafè Moskau, einer der besten Clubs Europas.

„Ich bin darüber sehr zufrieden, weil der Club in der Szene funktioniert. Anderseits liebe ich die Volksbühne sehr. Ich kenne kein Theater, wo so viele junge Leute hingehen. Aber gleichzeitig ist die Volksbühne für eine Musikveranstaltung ein harter Apparat, weil es nicht für Musik gemacht ist. Im WMF ist alles einfacher zu koordinieren. Wir haben nun zwei Tage mit verschiedenen Schwerpunkten statt einen. Freitag gibt es mehr Indie Musik, am Sonnabend ist die Party mehr cluborientiert. Dazu gibt es diese Label Gallery, wo die Kommunikation besser ist, etwas abseits von den anderen Partyräumen.“

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