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Ein winziger Bruch erschütterte die Wirtschaft

 

Von der Zahlenrevolution des Adam Ries sind die arabischen Ziffern zwar geblieben, das Rechnen selbst aber haben die Menschen heute weitgehend an die Computer delegiert. Um so erschreckender, wenn ein Elektronenhirn doch einmal sein Einmaleins nicht beherrscht.

Genau das geschah im Oktober 1994 mit dem Pentiumchip der Firma Intel. Konfrontiert mit der Aufgabe, den Bruch oben in eine Dezimalzahl zu verwandeln, produzierte der Pentium nur Unsinn. Intel wußte zwar von der Rechenschwäche des Chips bei der sogenannten Gleitkommaberechnung, vertraute aber darauf, daß die Kunden der Maschine die Fehlanzeigen glauben würden.

Nur durch Zufall bemerkte ein Mathematikprofessor in Virginia den Fehler, als er eine Hypothese aus der Zahlentheorie überprüfte. Als der Skandal bekannt wurde, brachte das vernachlässigbar winzige mathematische Ergebnis, rund ein Billionstel, die Börsenkurse des Weltkonzerns zum Abstürzen.

 

 

Hilmar Schmundt

 

 

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