STARTSEITE
KURZ GEMELDET
ASTRONOMIE
BIOLOGIE / UMWELT
GESCHICHTE/POLITIK
MATHEMATIK
MEDIZIN
PHYSIK/TECHNIK
Rollbares E-Paper
Bahnhof mit Sonnenanschluß
Atomarer Abacus
Lastverkehr in der Nanowelt
Künstliche Muskeln
Schneeflocken
Energieeffizienz
Tsunami Warnsystem
Europa und Internet
Jungforscher-Wettbewerb
Biodiesel
Hochleistungsrechner
Superkavitation
Einstein-Ausstellung Berlin
Molekül-Kontrolle
Attosekundenmikroskop
Teilchenzoo
Biometrische Flugobjekte
Akkus mit Nanotechnik
High-Tech-Staubsauger
Wasserstoff-Tankstelle
Weinbau-Technik
Öko-Matrix
Programmierung
Kunstfälschung
Web-Archive
RFID Chips
Das gefühlte Auto
Wellenkraftwerke
Obstsensor
Nanochips
Flexible Displays
Organitech
Molekülmaschinen
Elektr Tafel
Wasserstoffauto
Himmelsscheibe
Wärmecontainer
Recycling
KULTUREN
SACHBUCH-ECKE
VOR 100 JAHREN...
WISSKOMM-BLOG
IMPRESSUM

 
MW Web

29.05.2006

Lastverkehr in der Nanowelt



Bild: Dekker group TU Delft/Tremani

 

Mit elektrisch gesteuerten Biomotoren gelang es niederländischen Forschern, einzelne Moleküle durch winzige Kanäle zu transportieren.

 

Von Jan Oliver Löfken 

 

Jede Fabrik muss zuverlässig mit Rohstoffen versorgt werden. Das gilt auch für die Nanowelt, in der in Zukunft winzige Bauteile zu funktionellen Schaltkreisen und Nanomaschinen gefügt werden könnten. Niederländische Forschern gelang es nun, die Grundlage für ein steuerbares Nanotransportsystem zu entwickeln. In der Zeitschrift "Science" beschrieben sie, wie winzige Moleküle von biologischen Antrieben durch ein filigranes Kanalsystem geschleust werden.

 

"Wir haben Kinesin-Motorproteine in geschlossene Kanäle integriert und eine aktive elektrische Kontrolle realisiert", berichten Cees Dekker und seine Kollegen von der Technischen Universität in Delft. Kinesin ist ein natürliches Protein, das in lebenden Zellen Transportaufgaben übernimmt. Durch elektrische Felder angetrieben kann es eine Last in Millionstel Millimeter kleinen Schritten transportieren. Diese Biomotoren heftete Dekkers Team nun an die Innenwände von wenige Mikrometer dünnen Kanälen. In diese mit Flüssigkeit gefüllten Kanälen verteilten sie nun viele kleine Moleküle, so genannte Mikrotubuli. Die Biomotoren wurden nun durch externe elektrische Felder kontrolliert in Bewegung versetzt. Es entstand eine Strömungsbewegung, auf der diese Mikrotubuli durch die feinen Kanäle quasi surfen konnten.

 

Die Steuerung in diesem Röhrensystem gelang dabei ausgesprochen genau. Das konnten die Forscher mit eingefärbten Mikrotubuli belegen, die sie je nach Farbe in unterschiedliche Richtungen antrieben und so sortierten. "Das ist das erste Verkehrskontrollsystem mit Biomotoren für den Transport aus der Nanometer-Skala", beurteilt Henry Hess von der University of Florida diese Entwicklung. Die möglichen Anwendungen erstrecken sich von verbesserten Lab-On-Chip-Systemen für die Analyse von Chemikalien bis hin zu Netzwerken für den Materialtransport in zukünftigen Nanofabriken. Jede Fabrik muss zuverlässig mit Rohstoffen versorgt werden. Das gilt auch für die Nanowelt, in der in Zukunft winzige Bauteile zu funktionellen Schaltkreisen und Nanomaschinen gefügt werden könnten. Niederländischen Forschern gelang es nun, die Grundlage für ein steuerbares Nanotransportsystem zu entwickeln. In der Zeitschrift "Science" beschreiben sie, wie winzige Moleküle von biologischen Antrieben durch ein filigranes Kanalsystem geschleust werden.

 

"Wir haben Kinesin-Motorproteine in geschlossene Kanäle integriert und eine aktive elektrische Kontrolle realisiert", berichten Cees Dekker und seine Kollegen von der Technischen Universität in Delft. Kinesin ist ein natürliches Protein, das in lebenden Zellen Transportaufgaben übernimmt. Durch elektrische Felder angetrieben kann es eine Last in Millionstel Millimeter kleinen Schritten transportieren. Diese Biomotoren heftete Dekkers Team nun an die Innenwände von wenige Mikrometer dünnen Kanälen. In diese mit Flüssigkeit gefüllten Kanälen verteilten sie nun viele kleine Moleküle, so genannte Mikrotubuli. Die Biomotoren wurden nun durch externe elektrische Felder kontrolliert in Bewegung versetzt. Es entstand eine Strömungsbewegung, auf der diese Mikrotubuli durch die feinen Kanäle quasi surfen konnten.

 

Die Steuerung in diesem Röhrensystem gelang dabei ausgesprochen genau. Das konnten die Forscher mit eingefärbten Mikrotubuli belegen, die sie je nach Farbe in unterschiedliche Richtungen antrieben und so sortierten. "Das ist das erste Verkehrskontrollsystem mit Biomotoren für den Transport aus der Nanometer-Skala", beurteilt Henry Hess von der University of Florida diese Entwicklung. Die möglichen Anwendungen erstrecken sich von verbesserten Lab-On-Chip-Systemen für die Analyse von Chemikalien bis hin zu Netzwerken für den Materialtransport in zukünftigen Nanofabriken.

 

 

Jan Oliver Löfken

Diplom-Physiker und Wissenschaftsjournalist mit langjähriger Erfahrung bei Bild der Wissenschaft, Handelsblatt, FTD und als Wissenschafts-Redakteur bei DIE WELT, betreibt heute mit Kollegen die Hamburger Wissenschaftsagentur www.wissenschaft-aktuell.de

 

 Druckansicht



Mehr dazu:





© Morgenwelt 1996-2007 / Mehr über uns, Impressum / Unsere Technik: typo3 / Vermarktung: Quarter Media GmbH
Partnerseiten: Scienceticker - Wisskomm e.V. - SciBlog - Wissenschaft-Aktuell - Heureka!